UPCYCLING: Kalter Kaffee in neuer Form. (German Article)

17. Januar 2019 | Material, Waste | via Enorm-Magazin.de

Making coffee cups from coffee waste. (Credit: DW English)

Es hätte auch ein Tablett werden können. Oder ein Teller. Oder ein Tisch. Aber die Tasse passt am besten in den Kreislauf, sagt Julian Lechner laut einem Artikel auf Enorm-magazin.de. Der Berliner stellt Kaffeetassen her – aus Kaffeesatz. 5.000 Espresso-Tassen hat er im ersten Jahr seiner Produktion verkauft. Inzwischen ist nicht nur das Sortiment gewachsen, Lechner experimentiert auch mit anderen Materialien.

Die Kaffeesatz-Tassen stehen herkömmlichem Geschirr in nichts nach, sie sind nur besser: extrem bruchsicher, trotzdem leicht, biologisch abbaubar und sogar spülmaschinenfest. „Vor allem letzteres haben sich alle gewünscht. Das hat mich sicherlich noch einmal ein Jahr Arbeit gekostet.“ Ihr einziger Nachteil: Vor den ersten Waschgängen riechen die Tassen nach Kaffee und geben ihr Aroma auch an die eingefüllten Getränke ab. Tee sollte man – wenn überhaupt – erst nach ein paar Tassen Kaffee aus den Tassen trinken.

Jahre der Entwicklung mit dem eigenen Kaffee.

Die Idee, kaltem Kaffee eine neue Form zu geben, hatte Julian Lechner während seines Studiums in Italien. Dort hätte er Kaffeesatz als Haushaltsmittel kennengelernt, als Dünger, Nährboden für Pilze oder auch als Geruchskiller. Sein Projekt ist auch „eine Ironie des vielen Kaffeetrinkens“ in der Heimat der Barista. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte sich der Produktdesigner eingehend mit dem ungewöhnlichen Material.